DRK Bereitschaft Katzwinkel - Unsere SEG




HauptseiteRegistrierenLogin
SEG-Konzept des Landkreises Altenkirchen 

Vorwort

Einsätze mit mehreren Verletzten bzw. Betroffenen erfordern eine größere Anzahl von Einsatzkräften und Material. Der reguläre Rettungsdienst ist – je nach Tageszeit und Auslastung – im Allgemeinen nicht in der Lage, Schadensereignisse mit einer größeren Anzahl von Verletzten bzw. Beteiligten allein zu bewältigen.

In vielen Konzepten / Alarmierungsrichtlinien sollen zur Unterstützung des Rettungsdienstes die Sanitätsbereitschaften des Katastrophenschutzes alarmiert werden. Hier besteht allerdings das Problem, dass kaum eine Sanitätsbereitschaft materiell und/oder personell dazu beitragen kann, den Rettungsdienst tatsächlich adäquat zu unterstützen.

Die DRK-Einsatzeinheiten gebündelt in einer SEG bieten sich gerade dazu an, in die Konzeption „des erweiterten Rettungsdienstes" mit aufgenommen zu werden. Die SEG bietet genau die Material- und Personalreserven, die für größere Schadensereignisse vorgehalten bzw. benötigt werden.

Die DRK Bereitschaften des Kreisverbandes Altenkirchen e.V. in Kombination mit dem sich im dienstfrei befindenden hauptamtlichen Rettungsdienstmitarbeitern können hier eine einsatztaktisch sehr wertvolle Einheit bilden.

Die SEG - Altenkirchen sollte bis zu 50 Verletzte pro Stunde versorgen, teilweise transportieren und betreuen.

Die Einsatzbereitschaft der gesamten SEG wird in weniger als 30 Minuten hergestellt. Diese Zeitangaben gelten für Sonn- und Feiertage sowie nächtliche Alarmierungen.

Ziel ist eine multikonzeptionelle SEG zu betreiben.

 

1. Aufgaben

Die allgemeinen Aufgaben der SEG im Einsatz sind:

  • Unterstützung des Rettungsdienstes bei größeren Schadenslagen
  • Besetzung der vorhandenen Rettungsmittel bei Transport-Engpässen des
  • Rettungsdienstes im Rahmen eines Großschadensereignisses
  • Aufbau und Betrieb einer Verletztensammelstelle / Verbandplatz
  • Betreuung Unverletzter
  • präventiver Einsatz bei Großveranstaltungen

a) Leitungsgruppe:

Die Leitungsgruppe

  • berät die Rettungsleitstelle und andere Führungsstrukturen über die Einsatzbereitschaft sowie personelle und materielle Kapazitäten der SEG.
  • stellt die Kommunikation und Kooperation mit der übergeordneten Führungsstelle und benachbarten Einheiten sicher.
  • nimmt Einsatzaufträge entgegen und informiert über Lageentwicklung und Einsatzabwicklung.
  • nimmt die Feststellung und Beurteilung der Lage im Einsatzbereich der SEG vor.
  • regelt den sanitäts- und betreuungsdienstlichen Einsatz unter Beratung der Fach- und Führungskräfte.
  • erteilt Aufträge an die Gruppen der SEG und kontrolliert die Durchführung.
  • trägt Sorge für die Sicherheit im Einsatz mit Unterstützung der Fach- und Führungskräfte.
  • trägt Sorge für die Verstärkung, Ergänzung und Ablösung der SEG bzw. von Teileinheiten.

b) Sanitätsaufgaben:

sanitätsdienstliche Einheit:

  • führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal – soweit notwendig – bei der Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit)
  • schafft – je nach Notwendigkeit – die erforderlichen Infrastruktur an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Verbandplatzes
  • übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Verbandplatz
  • versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Abtransport in die Klinik
  • versorgt die leicht verletzten Betroffenen bis zur Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser
  • nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut diese
  • sorgt für die Registrierung und Dokumentation in Zusammenarbeit mit dem Einsatzführungsdienst des Rettungsdienstes ( organisatorischer Leiter, leitender Notarzt)

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der SEG ist für die Versorgung von 10 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Arzt und den Besatzungen der Fahrzeuge können folgende Patientenkollektive versorgt werden:

  • 1 - 2  schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Beatmungstherapie) und
  • 3 - 4 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • max. 10 leichtverletzte Personen (keine Behandlungs- und Transportpriorität).

Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang.

In diesem Fall werden alle Helferinnen und Helfer der SEG zunächst sanitätsdienstlich tätig.

 

c) Betreuungsaufgaben:

betreuungsdienstliche Einheit:

  • leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht selbst helfen können.
  • betreut und versorgt hilfebedürftige Menschen mit lebensnotwendigen Versorgungsgütern
  • sorgt für Verpflegung und vorläufige, vorübergehende Unterbringung von Betroffenen
  • sichert die sozialen Belange der Betroffenen

Die Betreuungsgruppe ist so ausgelegt, dass durch sie allein betreuungsbedürftige Personen versorgt und betreut werden können. Sind aufgrund des Schadensereignisses und der Situation an der Einsatzstelle überwiegend Betreuungsaufgaben zu erfüllen, werden diese von der gesamten SEG durchgeführt.

 

d) technische Aufgaben:

Die Einheit Sicherheit und Technik:

  • verrichtet handwerklich-technische Tätigkeiten mit entsprechenden Werkzeugen und Hilfsmitteln,
  • errichtet Zelte,
  • errichtet und betreibt sicherheitsgerecht technische Geräte und Anlagen (z.B. Notstromversorgung, Beleuchtung, Zeltheizgeräte),
  • überwacht die technischen Geräte während des laufenden Betriebes,
  • wirkt bei der Logistik der gesamten SEG mit und
  • führt technische Maßnahmen zum Schutze der SEG bei Unfällen durch.

Über die technischen Tätigkeiten hinaus überwacht die Gruppe Technik und Sicherheit die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsschutzvorschriften und der Unfallverhütungsvorschriften. Die Gruppe Technik und Sicherheit gewährleistet die bedarfsgerechte Unterstützung der anderen Gruppen, so dass - auch bei widrigen äußeren Bedingungen - durch den Aufbau von Zelten und durch die Einrichtung von Beleuchtung und Heizung die Versorgungsmöglichkeiten an der Einsatzstelle entscheidend verbessert werden können.

 

2. Aufbau

a) Leitungsgruppe

Die Leitungsgruppe besteht aus 4 Personen, die im Rettungs- und/oder Sanitätsdienst als Leitungs- und Führungskräfte ausgebildet und regelmäßig eingesetzt sind.

Die Leitungsgruppe stellt beim Einsatz der SEG einen „Leiter SEG", der auch der Ansprechpartner für andere Führungsebenen z.B. OrgL. / LNA ist. Die am Einsatz beteiligten Mitglieder der Leitungsgruppe sprechen sich ab, wer die Führung der SEG übernimmt. Im Einsatz führt nur eine Person die SEG. Im Zweifelsfall entscheidet die Dienststellung. Dabei ist ein hauptamtlicher Mitarbeiter immer vorzuziehen. Ist dies nicht möglich, führt der, der als erster an der Einsatzstelle eintrifft. Der Leiter SEG ist entsprechend zu kennzeichnen (weißer Überwurf mit Rückenschild „Leiter SEG"). Im Übrigen gilt die Dienstanweisung „Besondere Kennzeichnung von Führungskräften etc." des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz in der jeweils aktuellen Fassung.

Der Leiter SEG ist der Vorgesetzte für alle Helfer der SEG. Er ist im Einsatz durch Unterstellung der Helfer weisungsbefugt gegenüber allen Einsatzkräften der SEG. Das Unterstellungsverhältnis kommt im Einsatz automatisch zu Stande. Die Bereitschaften erklären durch ihre freiwillige Mitarbeit an der SEG ihr Einverständnis mit dieser Unterstellungsregelung.

Der SEG gehören mind. zwei Ärzte (Doppelbesetzung) an. Die Ärzte sollten die Qualifikation zum Notarzt ("Fachkundenachweis Rettungsdienst") besitzen. Wegen der grundsätzlichen Weisungsbefugnis in medizinischen Angelegenheiten sind die Ärzte formal der Führungsgruppe zuzuordnen. Im Einsatz und bei Übungen sind die Ärzte der Sanitätsgruppe zuzuordnen. Die Ärzte sind entsprechend zu kennzeichnen (Rückenschild, blaue Überwurfweste).

 

b) sanitätsdienstliche Aufgaben:

Diese Aufgabengruppe ist für die sanitäts- bzw. rettungsdienstliche Versorgung der ihr durch den OrgL. / LNA zugewiesenen Personen/ Patienten verantwortlich. Das eingesetzte Personal verfügt mind. über eine Sanitätsdienst-Ausbildung. Eine medizinische Fachausbildung ist wünschenswert. Praktische Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und/oder Sanitätsdienst wird vorausgesetzt.

Wird die SEG zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert, werden die Fahrzeuge nach den Vorschriften der einschlägigen Gesetze und Verordnungen besetzt (Rettungsdienstgesetz, Rettungsdienstplan usw.). Beim Ausrücken sind die Fahrzeuge der RLS als RTW oder KTW anzumelden. Hierzu werden die entsprechenden Funkrufzeichen verwendet.

b) Betreuungsaufgaben:

Die Aufgaben der Betreuungsgruppe besteht darin, Betroffene und Einsatzkräfte zu betreuen, zu verpflegen bzw. Unterkünfte zu errichten und zu betreiben.

 

c) technische Aufgaben:

Das eingesetzte Personal verfügt über Fähigkeiten im Bereich Sicherheit und Technik um im Einsatz die technische Infrastruktur für den Betrieb der SEG zu schaffen.

 

3. Fahrzeuge:

a) allgemeiner Anspruch an Fahrzeuge einer SEG:

  • Sondersignalanlage
  • 4m Funkgerät
  • äussere Kennzeichnung der betreibenden Hilfsorganisation
  • einheitliche Farbe

b) Einsatzleitfahrzeug:

  • Fahrzeug der Einsatzleitung und der ärztlichen Leitung
  • verbandseigener PKW VW Bus mit Funk- und Sondersignalanlage

c) MTW:

  • die Busse dienen zum Transport der Einsatzkräfte und des Einsatzmaterials
  • weiterhin wird ein Hauptteil der technischen Komponenten dort gelagert

d) RTW

  • verbandseigene RTW´s der Ortsverbände

e) KTW

  • verbandseigene KTW der Ortsverbände

 

4. Personal

Zusammensetzung:

Die SEG Altenkirchen setzt sich aus den ehrenamtlichen Mitglieder der Bereitschaften und hauptamtlichen Rettungsdienstmitarbeitern zusammen. Insgesamt ergibt das ein Personalbestand immer zwischen 40 und 50 aktiven Sanitätern. Die Mitarbeit in der SEG ist freiwillig. Alle Arbeitgeber der ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind im Einsatzfalle bereit den Arbeitnehmer für die Dauer des Einsatzes freizustellen..

 

5. Aus und Fortbildung

Eine Mitarbeit in der SEG setzt die Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung der Helfer voraus. Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen der SEG wird regelmäßig überprüft. Um beständige Qualität im medizinischen und technischen Bereich zu erhalten wird ein detaillierter Ausbildungsplan erstellt. 

6. Alarmierung

Funkmeldeempfänger und ein Alarmplan stehen zur Alarmierung zur Verfügung. Dieses System hat sich über Jahre bewährt.

 

7. Fazit

Der DRK Kreisverband Altenkirchen e.V. möchte mit der Gründung einer fachlich und materiell gut ausgerüsteten SEG  aktiv am Bevölkerungsschutz, bei größeren Schadensereignissen mitwirken.

 

Im Kreisverband Altenkirchen sind folgende Schnelleinsatzgruppen und Einheiten vorhanden:

 SEG-San

 Einheit des erweiterten Rettungsdienstes.

 SEG-Betreuung

 Betreuung und Unterbringung für unverletzt Betroffene.

 SEG-Verpflegung

 Verpflegung von Betroffenen und Einsatzeinheiten.

 SEG-Technik und Sicherheit (T & S)

 Technische Unterstützung der Fachgruppen und sicherheitstechnische Absicherung im Einsatz.

 SEG-Fernmeldedienst

 Stellt die Kommunikation unter den Einsatzeinheiten her.

 SEG-Suchdienst (Kreisauskunftsbüro)

 Registriert Verletzte und Betroffene und Einsatzkräfte und deren Verbleib.

 SEG Rettungshundestaffel

 Führen Flächen- und Trümmersuchen nach Vermissten Personen durch.


 Die einzelnen Module der SEG Altenkirchen setzten sich aus folgenden Bereitschaften zusammen:

 SEG 1

 SEG 6

 SEG 15

 SEG-
 SAN

 SEG-
 T & S 

 SEG-
 Betreuung

 SEG-
 Verpflegung

 Kreisauskunfts-
 büro (KAB)

 Altenkirchen
 Daaden Betzdorf

 Wissen

 Katzwinkel
 Brachbach Herdorf Hamm
 Hamm Elkenroth
 Niederfischbach

 Birken-Honigsessen

 Weyerbusch
 Horhausen Herdorf Wehbach Mudersbach 
 

Wenn eine der 3 Schnellen-Einsatz-Gruppen alarmiert werden, rücken die SEG-Module "SEG-San" (Gerätewagen SAN) und "SEG-T&S"(Gerätewagen Technik & Sicherheit) automatisch mit aus. Werden weitere Module benötigt (z. B. SEG-Verpflegung), können diese nachträglich alarmiert werden. Je nach Schadenslage kann die Leitstelle Montabaur natürlich auch die komplette SEG-Altenkirchen auf einmal alarmieren.

Montag, 21.05.2012, 11:01:11
Menü
Einloggen
E-Mail:
Passwort:
Suche
Mini-Chat
Statistik

Insgesamt online: 1
Gäste: 1
Benutzer: 0
Copyright MyCorp © 2012Webhosting kostenlos - uCoz