Massen-Impfaktion für Hilfsorganisationen in
Wissen
Am
Samstag, 7. November, wurden in einer groß angelegten und vorbildlich
organisierten Impfaktion mehr als 700 Personen gegen die Neue Influenza
A/H1N1
in Wissen geimpft. Es waren Mitglieder der freiwilligen
Hilfsorganisationen
Feuerwehr, technisches Hilfswerk, DRK und DLRG, die sich zur Impfung
angemeldet
hatten. Dem Organisatorenteam des DRK-Kreisverbandes, Erik Hölper und
Toni
Leidig, galt ein besonderes Lob für die perfekte Organisation und
Durchführung.
Wissen. Mehr als 700 Personen aus dem Landkreis, in
den
freiwilligen Hilfsorganisationen tätig, wurden am Samstag, 7. November,
gegen
die neue Grippe, die als Mexikogrippe oder Schweinegrippe bekannt ist,
geimpft.
Die groß angelegte Impfaktion wurde von ehrenamtlichen Kräften des
DRK-Kreisverbandes durchgeführt. Im Einsatz waren 12 Ärzte und 40 Kräfte
des
Deutschen Roten Kreuzes aus dem gesamten Kreisgebiet. Schauplatz der
Impfaktion
war die Konrad-Adenauer-Hauptschule Wissen. Die Organisation auf
Kreisebene
hatten der DRK-Bereitschafts- und Katastrophenschutzleiter Erik Hölper
und der
Wissener Bereitschaftsleiter Toni Leidig übernommen. "Die beiden Männer
leisteten vorbildliche Arbeit, es ist perfekt organisiert und
beispielhaft", sagte der stellvertretende DRK-Vorsitzende, Dr. Peter
Enders. Wie es zu diesem besonderen ehrenamtlichen Einsatz des
DRK-Kreisverbandes kam, berichteten Hölper, Leidig und Enders.
Normalerweise
ist für die Pandemie-Vorsorge und Durchführung das jeweilige Ministerium
zuständig. Im Innenministerium des Landes tagte der zuständige Stab, zu
dem
auch eine Leitungsgruppe der Hilfsorganisationen gehört. In den
jeweiligen
Landkreisen sollten Impfleiter benannt werden. Für den Kreis
Altenkirchen ist
das Gesundheitsamt mit Dr. Heinz-Uwe Fuchs und Dr. Wolfgang Otterbach
für den
Impfstoff verantwortlich. Es gab dann die ersten Gespräche Anfang
September und
die Organisation der Impfung des DRK-Kreisverbandes für die Angehörigen
der
freiwilligen Hilfsdienste begann. "Es gab eine tolle Zusammenarbeit mit
dem Gesundheitsamt des Kreises", berichtete Hölper. Die heiße Phase der
Organisation begann Mitte Oktober, es wurden die Ärzte rekrutiert, die
sich
freiwillig in den Dienst der Impfaktion stellten. Mit dabei sind die
beiden
Ärzte des Gesundheitsamtes, die sich ebenso freiwillig zum Impfdienst
meldeten
wie zehn weitere Ärzte aus dem Kreisgebiet. "Wir haben erst einmal alle
die Ärzte abgefragt, die im DRK sind und die wir kennen", erklärte
Leidig.
Die Ärzte bekommen nicht die übliche Pauschale für Impfungen, wie sie
von der
Kassenärztlichen Vereinigung für die landesweiten Impfaktionen gezahlt
werden.
Auch alle DRK-Helfer sind rein ehrenamtlich im Einsatz, egal ob
festangestellter Rettungsassistent oder die freiwilligen Helfer aus den
Bereitschaften.
Erfasst wurden rund 2100 Personen, die im Landkreis in den
Hilfsorganisationen
tätig sind. Zur freiwilligen Impfung angemeldet hatten sich 550
Feuerwehrleute,
35 Helfer des Technischen Hilfswerkes, 30 DRK-Rettungskräfte und aus dem
ehrenamtlichen DRK-Dienst 80 Personen sowie fünf Helfer des DLRG. Mit
rund 800
Impfdosen war die Impfaktion ausgestattet worden.
Kreisfeuerwehrinspekteur
Eckhard Müller hatte die Organisation unterstützt und die Wehren in den
einzelnen Verbandsgemeinden mit Terminen versorgt.
Es lief wie am Schnürchen: Zur Erfassung der Impflinge gab es den
Anmeldebogen
und ein Aufklärungsmerkblatt mit einem Erhebungsbogen für die
wichtigsten
Angaben. Fragen zu Erkrankungen, Allergien und Medikamenteinnahme
mussten
beantwortet werden. Dazu natürlich die Einverständniserklärung zur
Impfung gegen
die Neue Influenza A/H1N1 (so lautet der medizinische Fachbegriff), die
unterschrieben werden musste.
Acht Räume in der Hauptschule waren hergerichtet worden, um die
Impfungen
durchzuführen. Jeder, der diese Räume betrat, wurde erneut erfasst, und
wer seinen
Impfpass vergessen hatte, bekam auch sogleich das entsprechende
Formular, das
mit Name und der Chargennummer des Impfstoffes sowie Stempel und
Unterschrift
der Impfstelle versehen wurde. Für die Fragen standen die Ärzte bereit,
dann
gab es die Impfung in den Oberarm.
Ein besonderes Lob galt auch der Hauptschule und der Zusammenarbeit mit
dem
Hausmeister. Hier waren nicht nur die Räume, sondern auch der
Internetzugang
und die Mensa bereitgestellt worden. Für die Verpflegung der Ärzte und
Helfer
sorgte die DRK-Bereitschaft Katzwinkel, die in der Mittagspause eine
leckere
Gulaschsuppe servierte. Die Daten der Impflinge wurden sofort online an
das
Innenministerium geschickt. Dies dient der abrechnungstechnischen Seite
der
Impfaktion. Auch übernahm das Innenministerium die Haftung im Falle von
Impfschäden. "Dieser rechtliche Aspekt hat heute große Bedeutung, denn
dies können Ärzte, die ehrenamtlich arbeiten, nicht leisten", sagte Enders.